Allgemein Stühlerücken an der Stadtspitze

Rat wählt Nachfolger von Stadtbaurat Holger Lohse

Zwei Bewerber haben es bis in die letzte Runde eines spannenden Auswahlverfahrens der Stadtverwaltung Dorsten geschafft. Am Ende hatte Thorsten Huxel die Nase vorn und wurde zum Technischen Beigeodneten mit 27 von möglichen 41 Ratsstimmen gewählt. Während insbesondere die SPD auf den Gegenkandidaten setzte, der versprach, viel Erfahrung aus einer anderen Stadt mitzubringen, votierte die Mehrheit für Thorsten Huxel (52) aus dem eigenen Haus. Er wird Holger Lohse ablösen, der sich Ende September in den Ruhestand verabschieden wird. Mit der Wahl von Thorsten Huxel ist die Erwartung verbunden, dass der Nachfolger ebenfalls immer offen und gesprächsbereit in Fragen der Stadtentwicklung allen Bürgern zur Verfügung steht. Ein Markenzeichen des bisherigen Technischen Beigeordneten.
„Kaum eine berufliche Herausforderung bietet eine solche Aufgabenvielfalt wie eine Stadtverwaltung. Ich bin gespannt darauf, als Technischer Beigeordneter das Feld der Herausforderungen um die Bereiche Tiefbau, Planung, Bauordnung und Vermessung erweitern zu dürfen und freue mich darauf, mit vielen engagierten Kolleginnen und Kollegen zusammenzuarbeiten“, sagt Thorsten Huxel.
Stadtbaurat Holger Lohse ist seit 1990 bei der Stadt Dorsten beschäftigt, war hier Verkehrsplaner, Abteilungsleiter im Planungsamt und Geschäftsführer der Projektgesellschaft Fürst Leopold, die den Umbau der früheren Zeche zu einem neuen Stadtquartier vorbereitet hat. Seit 2009 leitet er das technische Dezernat im Rathaus. „Ich blicke dankbar auf eine spannende Zeit zurück, in der Dorsten sich an vielen Stellen zum Guten gewandelt hat“, so Holger Lohse. „Dorsten wird sich weiter verändern und entwickeln. Ich freue mich sehr, dass mit Thorsten Huxel ein erfahrener Fachmann die Aufgabe übernimmt, diesen Wandel zu organisieren und zu moderieren.“

Bericht auf Grundlage der Pressemitteilung der Stadtverwaltung und Gesprächen mit Ratsmitgliedern

Veröffentlicht am 17.07.2026

 

Hört zu, hat Ideen und überzeugt mit Argumenten - Finn Lehmann Landespolitik NRW-SPD blickt bereits ins kommende Jahr

Landtagswahl in 9 Monaten - Kann zur Schicksalswahl werden

Nordrhein-Westfalen war einmal die Herzkammer der SPD. In allen Großstädten gaben sozialdemokratische Oberbürgermeister, seltener auch sozialdemokratische Oberbürgermeisterinnen, den kommunalpolitischen Takt vor. Parallel fuhren die SPD-Ministerpräsidenten und die Ministerpräsidentin (Hannelore Kraft) beste Wahlergebnisse ein. Nun hat sich das Blatt komplett gewendet. Die SPD hat nicht nur sehr viele Oberbürgermeistersessel verloren, sondern auch Vertrauen der meisten Wählerinnen und Wähler. Nur langsam dämmert es den verbliebenen Akteuren, dass dafür auch, oder sogar in erster Linie, hausgemachte Fehler und eine völlig falsch eingeschätzte gesellschaftspolitische Lage verantwortlich zeichnen. Verlorenes Vertrauen zurückzugewinnen dauert Jahre und erfordert kontinuierliches Handeln auf allen Ebenen. Es hilft überhaupt nicht, mit dem Finger auf die anderen Parteien zu zeigen, die nicht besser sind. Es hilft auch nicht, der Rechtsaußenpartei ständig zu attestieren, dass sie als rechtsextremer Verdachtsfall vom Verfassungsschutz beobachtet wird. Einzig und allein hilft, den Neuanfang zu wagen. Mit neuen Gesichtern, mit neuen Ideen und mit Optimismus. Am 25. April des nächsten Jahres wird u. a. auf dem Dorstener Stimmzettel der Name Finn Lehmann (SPD) stehen. Er ist jung (20) und bringt alles Genannte mit, um die SPD aus der Depressionstalsohle herauszuführen. Gelingt es in den nächsten 9 Monaten nicht, die NRW-SPD zu stabilisieren, werden die negativen Folgen unabsehbar für die gesamte Bundesrepublik und unsere demokratische Stabilität sein.

Rhader Nachdenkzeilen von Dirk Hartwich

Veröffentlicht am 16.07.2026

 

Kommunalpolitik Mit offenen Augen durch Rhade

Dem Verfall preisgegeben

Die „weiße Villa“ auf der Lembecker Straße war schon mehrfach Gegenstand öffentlicher Berichterstattung. Ein außergewöhnliches Gebäude, das seit Jahren leer steht und immer mal wieder saniert werden sollte. Vermutlich überstiegen die Sanierungskosten die Möglichkeiten wechselnder Besitzer. Anzeichen von Vandalismus sind unübersehbar. Das langsame Sterben des möglichen „Traumschlosses“ hat eingesetzt. Die Natur begleitet diesen Prozess unaufhaltsam und unübersehbar (Foto). Das Ableben, sprich der Abriss, scheint nur noch eine Frage der Zeit zu sein. Das wäre dann ein weiterer Verlust interessanter, unverwechselbarer Bausubstanz in Rhade. So wie einige Gebäude im Kirchplatzbereich, die „langweiligen“ Neubauten weichen mussten. Auch in der alten Endelner Schule ist seit Jahren kein wirkliches Lebenszeichen zu erkennen. Hier handelt es sich sogar um ein städtisches Gebäude, das dem Rhader Heimatverein per Pachtvertrag überlassen wurde. Mehrfach wurde bei der Verwaltung angeregt, dieses Gebäude mit seinem großen Grundstück einem neuen Zweck zuzuführen. Der wachsenden Zahl an Demenz erkrankter Bürger, steht zum Beispiel ein zu geringes betreutes Wohnangebot gegenüber. Leider versinken Anregungen dieser Art genauso im Dornröschenschlaf wie die eingangs erwähnte „weiße Villa“.

Die Reihe "Mit offenen Augen durch Rhade" wird fortgeführt.

Veröffentlicht am 15.07.2026

 

Verkehr Was tun, wenn mit Vernunft keine Besserung erreicht wird?

Dann helfen nur noch Verbote mit drastischen Geldbußen

Die Meldung lässt aufhorchen. Hätte es 2025 ein Tempolimit auf Autobahnen gegeben, würden heute noch 90 Menschen leben. Als Opfer sind auch viel mehr Schwerverletzte dazuzurechnen, die ihr Leben lang unter den Folgen leiden. Unfallforscher sprechen dabei von einer Maximalgeschwindigkeit von 130 km/h, die als „Lebensretter“ ausreichend gewesen wäre. Warum verschließen wir uns diesen harten Fakten? Warum glauben wir immer noch, eine Sonderrolle in Europa spielen zu müssen? Tatsächlich ist Deutschland das einzige Land auf dem europäischen Kontinent, das weiter unausgesprochen mit dem Slogan wirbt, freie fahrt für freie Bürger. Blicken wir in die Unfallstatistik des Jahres 2025: Mehr als 2800 Verkehrstote. Das heißt pro Tag(!) 8 Menschen, die bei einem Verkehrsunfall ihr Leben verlieren. Reicht das wirklich nicht, um die Ursache, nämlich das zu schnelle Fahren freiwillig einzuschränken? Anscheinend nicht. Daher kommen wir um ein Tempolimit auf Autobahnen nicht herum. Tatsächlich beweisen die Statistiken unserer Nachbarländer, dass diese Maßnahme, flankiert von drastischen Geldstrafen bei Nichteinhaltung, einzig und allein nützt, um eine Verbesserung zu erzielen. Übrigens lautet das Ziel der EU, bis 2050 die Zahl der Verkehrstoten auf unseren Straßen auf NULL zu senken. Unser Alleinstellungsmerkmal, RICHTGESCHWINDIGKEIT statt TEMPOLIMIT, ist von gestern.

Rhader Nachdenkzeilen auf Grundlage des Presseberichts in der DZ am 13.7.2026 „Bis zu 90 Unfalltote weniger bei Tempolimit"

Veröffentlicht am 14.07.2026

 

Jugend Mit offenen Augen durch Rhade

Wenn Kinder selbstbewusst zeigen, dass sie unsere Zukunft sind

Unter dieser Rubrik wurden bisher fast ausnahmslos nur kritische Beobachtungen aufgezeigt, um auf Fehlentwicklungen hinzuweisen und Verbesserungen anzumahnen. Heute ein positives Beispiel von Kinderhand - zur Nachahmung empfohlen. Wer durch Rhade mit offenen Augen geht oder fährt, wird das bunte, kreativ gestaltete Zaunelement nicht übersehen haben. Nele, Mads, Johanna, Jonas, Frieda und Emil sind die Künstler. Unmissverständlich schreiben sie: „Dieses Zaunfeld gehört ab heute uns.“ Gut so. Damit ist die unausgesprochene Botschaft verbunden, dass alle Kinder die Möglichkeit haben müss(t)en, sich frei zu entfalten. Schließlich sind sie unsere Zukunft. In Rhade und darüberhinaus. Eine abschließende Anregung an unsere Verwaltung und die Kommunalpolitiker. Wie wäre es, wenn es auf Spielplätzen, zusätzlich zu den sündhaft teuren Spielgeräten, eine Bauzaunwand (oder ähnlich) zum freien Gestalten gäbe? So etwas gab es bereits vor rund 40 Jahren in Rhade. Die einfachen Wände wurden sofort angenommen, beidseitig bemalt und dienten längere Zeit als Blickfang.

Veröffentlicht am 13.07.2026

 

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SPD Sozial

SOZIAL
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MUSS
 

Wortspiel, um das Sozialverhalten als wichtige Lebens- und Gesellschaftsform wieder mehr ins Bewusstsein zu rücken. Vergleiche dazu den Text "In eigener Sache", der auf dieser Internetseite am 30.06. veröffentlicht wurde.

 

 

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