Er ist ein vielseitig ausgezeichneter Schauspieler. Er ist aber auch der Sohn von Rut und Willy Brandt. Eine Konstellation, die Matthias Brandt bislang bewusst trennte, um seinen eigenen Weg zu finden. Öffentliche politische Bewertungen vermied er. Als aber vor einem Jahr die Bitte an ihn herangetragen wurde, auf der Gedenkveranstaltung in Berlin-Plötzensee am 20. Juli eine Rede zur Erinnerung an die dort bestialisch ermordeten Hitler-Widerständler zu halten, begann ein intensiver Nachdenkprozess über sich, seine Familie und seine bislang öffentliche gesellschaftspolitische Abstinenz. Seine Gedanken hat Matthias Brandt anschließend im Buch NEIN SAGEN festgehalten. Sehr persönlich und offen, sehr nachdenklich und informativ, sehr berührend und motivierend. Ein kleines Buch, das neben der späten Liebeserklärung an Rut und Willy Brandt auch die Erkenntnis beinhaltet, nicht länger politisch abseits stehen zu dürfen, um dem Erbe seiner Eltern und der in Plötzensee hingerichteten mutigen Menschen gerecht zu werden. Das Engagement heute NEIN gegenüber Demokratieverächtern (AfD) zu sagen, ist nicht annähernd mit dem Mut der Widerstandsgruppe des 20. Juli zu vergleichen. Hier ohne Konsequenz, dort mit dem Tod bedroht. Matthias Brandt gesteht, vor seiner Gedenkrede nervös und voller Zweifel gewesen zu sein. Danach, so der Titel des letzten Buchkapitels, lautet sein Fazit: „Wenn wir weiter in einer freien Gesellschaft leben wollen, müssen wir sie auch verteidigen. Jeder auf seine Art, jeder so wie er kann. Aber ich glaube nicht, dass abwarten und heraushalten noch ein Weg ist.“ Sehr lesenswert!
Dirk Hartwich
Veröffentlicht am 02.07.2026
Jahrelang (!) wähnte sich die schwarz-grüne Koalition in NRW auf der Sonnenseite der Landespolitik. Die Umfragewerte stabil hoch, die Beliebtheitswerte des Ministerpräsidenten ebenfalls. Eine Wiederwahl (2027) schien Formsache zu sein. Die sich seit der letzten Wahl 2022 in der Opposition wiedergefundene SPD dümpelte dagegen bei allen folgenden Umfragewerten deprimierend so gerade mal im Mittelfeld. Ein Wiederaufstieg, um die Regierung zu stellen? Mehr Wunschdenken als Realität. Dann der Landesparteitag, der mit Jochen Ott an der Spitze, eine neue dynamische Mannschaft präsentierte. Der Optimismus verdrängte die Depression. Auch Dorsten hat mit Finn Lehmann einen jungen Kandidaten aufgestellt, der mit unverbrauchter Energie den sogenannten SPD-Turnaround, also die Kehrtwende zum Besseren einläuten soll. Nach einer Pressemeldung vom 29. Juni, die den Sinkflug der schwarz-grünen Landesregierung thematisierte und eine sicher geglaubte Wiederwahl in weite Ferne rückte, ließ die Sozialdemokraten an der Basis aufatmen. Dann die Ernüchterung. Einige Seiten weiter in der gleichen Zeitung wurde mitgeteilt, dass neben der Regierungspartei, auch die SPD (wieder) Federn in der Meinungsumfrage lassen musste. Mit minus 3% rangiert sie mit bitteren 17%, deutlich hinter der CDU. Selbst die Grünen erhalten in der Umfrage mehr Zustimmung. Und die Rechtspopulisten haben zur SPD aufgeschlossen. „Jetzt erst gerecht“, lautet die Mut machende Antwort von Jochen Ott und Finn Lehmann.
Ein Rhader Zeitungsleser
Veröffentlicht am 01.07.2026
Veröffentlicht am 30.06.2026
Mit sozialem Denken und Handeln eine friedliche, faire Zukunft gestalten!
Diese Internetseite trägt den Namen SPD SOZIAL. Beginnen wir mit der Begriffserklärung des Wortes sozial. Es hat lateinische Wurzeln und bedeutet sinngemäß, sich kameradschaftlich in der Gesellschaft zu verhalten. Da sind wir schon sehr nah an den Prinzipien der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands, die sich vor 163 Jahren als Allgemeiner Deutscher Arbeiterverein gegründet hat. Auch folgende Interpretationen: sich in andere hineinzuversetzen, zu teilen, Mitgefühl zu zeigen, kompromissbereit zu sein, Hilfsbereitschaft zu leben und sich fair gegenüber allen Menschen und auch der Natur zu verhalten, gehören zu den Grundprinzipien der SPD. Sie fasst das alles in den drei Zielformulierungen FREIHEIT, GERECHTIGKEIT und SOLIDARITÄT zusammen. Wäre der Begriff Sozialismus nicht so negativ belegt, weil er mit undemokratischen und autoritären Mitteln Andersdenkende aus- und in Kerkern einschließt, könnte man ihn auch anwenden, um sich als sozial denkender und handelnder Mensch so zu outen. Das Wortspiel SOZIAL IS MUSS wird uns im Monat Juli auf dieser Internetseite, rechte Spalte, begleiten. Ein Appell, nie das Soziale aus den Augen zu verlieren, um Teil der Menschen zu sein, die die Welt jeden Tag ein bisschen besser machen wollen. Die SPD kann und muss dabei weiter vorbildlich vorangehen.
Nachdenkzeilen aus Rhade
Veröffentlicht am 30.06.2026
Veröffentlicht am 29.06.2026