Wir werden uns noch lange an sie erinnern
Wer den letzten 7 Tagen eine Überschrift verpassen will, kommt nicht ohne die Wörter „unfassbar“ und „nicht für möglich gehalten“, aus. Drastischer hat es Peer Steinbrück mit „total bekloppt“ ausgedrückt. Klar, jetzt weiß jeder Leser, dass der amerikanische Präsident gemeint ist. Er, der nicht vom Himmel gefallen ist, sondern wirklich demokratisch gewählt wurde, ist zur Gefahr für unsere freie Welt geworden. Er regiert aber nicht allein auf diesem Globus, sondern weltweit findet sich eine ganze Reihe von Autokraten und Diktatoren, die als seine Brüder im Geiste gelten. Machtgeil und geldgierig, so weitere passende Bezeichnungen auch für die Handlanger an deren Seite. Wie darauf als Demokraten reagieren? Uns allen muss klar sein, dass „morgen“ nichts mehr so sein wird wie „heute“. Noch versuchen CDU/CSU und SPD einen Koalitionsvertrag nach „heutigen“ Bedingungen zu formulieren, wohlwissend, dass sie nicht mehr zutreffen. Unsere demokratischen Politiker, parteiübergreifend, stehen vor nie gekannten Herausforderungen. Eine Bewertung, die nach dem russischen Überfall auf die Ukraine bereits die Ampelregierung zerbrechen ließ. Nun drohen Verwerfungen, die erst unseren Wohlstand, dann unsere demokratischen Strukturen bedrohen. Zu wünschen ist, dass schnellstens eine Regierung gebildet wird, die frei von Eitelkeiten die mit Händen zu greifende Unsicherheit im Land und in Europa beendet. Sie sollte sich den Namen „Koalition der Willigen“ geben.
Rhader Wochenendgedanken
Veröffentlicht am 05.04.2025
Dorstener Sozialdemokrat als gefragter Gesprächspartner
Der langjährige SPD-Fraktionsvorsitzende im Dorstener Stadtrat, Friedhelm Fragemann, im letzten Jahr mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet, erfährt nun eine weitere besondere Aufmerksamkeit und Würdigung. Die Körber-Stiftung und Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier wollen in der kommenden Woche an zwei Tagen in Berlin mit 200 ausgewählten „Amts- und Mandatstragenden aus ganz Deutschland“, so die Pressemitteilung, über die „Bedeutung der lokalen Demokratie“ einen Erfahrungs- und Meinungsaustausch starten. Einer von ihnen ist der Dorstener Friedhelm Fragemann. Nach der hochkarätigen Fachkonferenz wird der Bundespräsident die Teilnehmer auf Schloss Bellevue empfangen. Mit einer Rede des ersten Mannes im Staat wird dieser Programmpunkt eröffnet. Ein Podiumsgespräch, in dessen Mittelpunkt die Veröffentlichung einer aktuellen Forsa-Umfrage über die „Rahmenbedingungen des Ehrenamts“ mit allen Herausforderungen steht, soll zu einer allgemeinen Aussprache überleiten. Friedhelm Fragemann hat sich entsprechend vorbereitet und will aktiv den besonderen Meinungsaustausch, u. a. mit dem Bundespräsidenten, mit folgender Position bereichern:
„Die kommunale Demokratie ist das Fundament unseres gesellschaftlichen Miteinanders – und sie lebt vom offenen Dialog. Daher freue ich mich sehr über die Möglichkeit, mit Bundespräsident Steinmeier und anderen Engagierten in den Erfahrungsaustausch zu treten und gemeinsame Herausforderungen zu diskutieren. Natürlich werde ich bei dieser Gelegenheit auch die Probleme ansprechen, die von den demokratischen Parteien zu lange links oder in diesem Falle im wahrsten Sinne des Wortes rechts liegengelassen wurden und damit als ein – wenn auch ungewolltes - AfD-Förderprogramm dienten“, so Friedhelm Fragemann im Vorfeld des Berliner Treffens.
Eigener Bericht -. Wird fortgesetzt.
Veröffentlicht am 04.04.2025
Abschlussgedanken und eine Idee für den Dorstener Norden
Sehr geehrte Frau Laubenthal,
vielen Dank für Ihre umfassende Antwort. Es tut gut, (nun) verstanden zu werden. Ich bitte Sie auf diesem Weg nochmals höflich, den folgenden Aspekt in den Fokus zu rücken:
Wenn städtische Weiterbildungs- und Kulturangebote, z. B. in Rhade, nicht nachgefragt werden, hat das auch damit zu tun, jahrelang „vernachlässigt“ worden zu sein. Hier kann, wenn der politische Wille vorhanden ist, nur mit hartnäckiger Aufbauarbeit gegengesteuert werden. Vorausgesetzt, hoch motiviertes Personal mit klarer Zielsetzung ist dafür vorhanden.
Die von Ihnen genannten Positivbeispiele in Lembeck und Wulfen beweisen, dass auch Potenzial in Rhade vorhanden sein muss.
Vielleicht wäre es hilfreich, ein in sich geschlossenes Programmangebot für den Dorstener Norden zu entwickeln und mit einer besonderen Werbeaktion zu begleiten.
Ich wünsche Ihnen und dem gesamten Verwaltungsteam „Kultur und Weiterbildung“ viel Erfolg, um in der gesamten Flächenstadt Dorsten starke Zeichen auch zur Identifikation mit dem eigenen Lebensmittelpunkt zu setzen. Gerne unterstütze ich Sie dabei.
Mit freundlichem Gruß
Dirk Hartwich
Ein Offener Brief mit der Anregung an die Erste Beigeordnete der Stadt Dorsten, städtische Kultur- und Weiterbildung flächendeckend anzubieten, wurde auf dieser Internetseite am 24. März veröffentlicht. Die Antwort dazu wurde gestern veröffentlicht. Die heutige Positionierung bildet den vorläufigen Abschluss eines konstruktiven Briefwechsels.
Veröffentlicht am 03.04.2025
Offener Brief wird von Erster Beigeordneter beantwortet
Die Feststellung, dass städtische Kultur und VHS-Weiterbildung überwiegend einen Umweg um Rhade und weitere Dorstener Landgemeinden machen, ist nicht neu. In einem Offenen Brief an die Erste Beigeordnete Nina Laubenthal wurde nochmals nachdrücklich für eine Änderung des Ist-Zustands geworben. Nun wurde der Offene Brief beantwortet und lässt hoffen, dass sich nach und nach etwas ändert, sprich für „Rhade und Co.“ verbessert. In Absprache mit Nina Laubenthal veröffentlichen wir heute ihre Stellungnahme zur Rhader Anregung, die auf dieser Internetseite (24.03.2025) nachgelesen werden kann. Eine abschließende Positionierung vom Unterzeichner folgt morgen.
Dirk Hartwich
Sehr geehrter Herr Hartwich,
vielen Dank für Ihr Engagement für das Thema Erwachsenenbildung in Dorsten. Ihr Hinweis auf die notwendige stärkere Präsenz der VHS in allen Stadtteilen – insbesondere in Rhade – ist uns bekannt, und wir nehmen Ihre Anregungen ernst.
Gleichzeitig möchten wir darauf hinweisen, dass die VHS Dorsten bereits in mehreren nördlichen Stadtteilen (Lembeck, Wulfen) aktiv ist und dort regelmäßig Angebote unterbreitet. Auch für die Bürgerinnen und Bürger in Rhade bestehen dadurch erreichbare Kursmöglichkeiten mit kurzen Wegen. Die Teilnahmezahlen zeigen jedoch, dass die Nachfrage in Rhade bisher sehr überschaubar ist.
Sie sprechen auch einen entscheidenden Punkt an: Eine flächendeckendere Präsenz – insbesondere mit niedrigschwelligen Angeboten vor Ort – ist in der Tat vor allem eine Frage der personellen Ausstattung einer VHS. Die Umsetzung solcher Vorhaben erfordert zusätzliche Ressourcen, die aktuell bei uns in der VHS nicht in ausreichendem Maße zur Verfügung stehen.
Wir bemühen uns im Rahmen unserer Möglichkeiten dennoch fortlaufend um mehr Sichtbarkeit in allen Stadtteilen und unternehmen bereits konkrete Schritte, um neue Zielgruppen zu erreichen – sei es durch Kooperationen, dezentrale Veranstaltungsorte oder aufsuchende Formate. So werden wir z. B. im Herbst erneut ein Angebot im Carola-Martius-Haus machen, obwohl der digitale Nachmittag für Senioren im letzten Jahr trotz Werbung sehr wenig Zulauf erhalten hat: Im September bieten wir einen dreitägigen Workshop für Jugendliche zwischen 10 und 16 Jahren zum Umgang mit problematischen Situationen (Selbstbehauptung) an. Zudem haben wir einen Ernährungskurs für Erwachsene im Programm.
Wir teilen Ihre Ansicht, dass es nicht bei wohlmeinenden Absichtserklärungen bleiben darf. Allerdings müssen Maßnahmen realistisch geplant und finanziert werden.
Für Ihre Impulse danken wir Ihnen – auch wenn sich Ihre Position nach unserem aktuellen Kenntnisstand nicht mit einer breiteren Nachfrage vor Ort deckt. Sollten Sie konkrete Hinweise oder Unterstützungsangebote aus Rhade haben, die über Ihre persönliche Einschätzung hinausgehen, freuen wir uns, davon zu erfahren.
Mit freundlichen Grüßen
Nina Laubenthal, Erste Beigeordnete, Stadt Dorsten
Veröffentlicht am 02.04.2025
Nachdem sich schrillgelbe und goldorangene reflektierende Sicherheitskleidung mit entsprechender Beleuchtung bei fast allen Hundebesitzern, einschließlich ihrer treuen Vierbeiner durchgesetzt hat, weisen nun insbesondere Versicherungen und Krankenhäuser auf eine bisher vernachlässigte Sicherheitslücke der Hundehaltung hin. Gemeint sind aber nur Vierbeiner ab der Mittelgröße 40 bis 60 Zentimeter und einem Gewicht ab 25 Kilogramm. Insbesondere durch Erschrecken kommt es immer wieder vor, dass die Hunde plötzlich und unerwartet ausbrechen und so die Halterin oder den Halter immer dann zu Fall bringen, wenn das eigene Gewicht unter 60 Kilogramm liegt. Die Auswertung aller so beschriebenen Unfälle hat ergeben, dass häufig komplizierte Kopfverletzungen mit langen beruflichen und häuslichen Ausfallzeiten zu beklagen sind. Eine Erkenntnis, die in allen EU-Ländern geteilt wird. Nun hat die Brüsseler Kommission beschlossen, dass zur besagten Sicherheitsausrüstung der Hundehalter, die größere und schwere Vierbeiner ihr eigen nennen, ein leichter Schutzhelm zu tragen ist. Das EU-Parlament hat mit übergroßer Mehrheit zugestimmt. Damit müssen alle 27 Mitgliedsstaaten die EU-Verordnung in nationales Recht umsetzen. Die neue deutsche Regierung wird noch im ersten Halbjahr 2025 verbindliche Vorgaben verabschieden müssen. Ansonsten drohen hohe Strafen. Der Handel mit jeglichem Hunde-Equipment, darunter Raiffeisen und Fressnapf, hat bereits reagiert und Helme in allen Farben und modischem Design im Angebot, wenn am 1. Oktober 2025 das „Hundehalter-Helmpflicht-Gesetz“ in Kraft tritt. Wichtig ist, dass angetroffene Hundehalter ohne Kopfschutz und ohne vom Haus- oder Amtsarzt beglaubigtes Gewichtszertifikat mit empfindlichen Geldbußen rechnen müssen. Kontrollbehörde ist für Dorsten das städtische Ordnungsamt.
Quelle: EU-Kommission Brüssel, Ordnungsamt Dorsten
Veröffentlicht am 01.04.2025